Schwarze Katze sitzt an einem Halloweenfenster mit Kürbissen

Schwarze Katzen an Halloween: Warum du sie schützen solltest

Schwarze Katzen passen optisch perfekt zu Halloween. Für die Tiere selbst ist der Abend allerdings weniger lustig. Klingeln, verkleidete Menschen, offene Haustüren und ungewohnter Lärm können jede Katze stressen. Bei schwarzen Freigängern kommt zusätzlich die Sorge hinzu, dass sie wegen alter Aberglauben absichtlich erschreckt oder mitgenommen werden.

Sind schwarze Katzen an Halloween wirklich besonders gefährdet?

Im Netz kursieren drastische Geschichten über gezielte Tierquälerei. Verlässliche Statistiken, die eine große Welle solcher Fälle an Halloween belegen, gibt es jedoch nicht. Auch der Tierschutzverein VETO weist darauf hin, dass das tatsächliche Ausmaß nicht klar belegt ist. Manche Tierheime vermitteln schwarze Katzen rund um Halloween vorsichtshalber trotzdem nicht.

Das bedeutet nicht, dass du alle Sorgen abtun solltest. Die ganz alltäglichen Gefahren reichen bereits aus: mehr Menschen auf den Straßen, schlechte Sicht, herumliegende Süßigkeiten, Kerzen, Dekorationen und Haustüren, die ständig geöffnet werden.

Lass deinen Freigänger an Halloween besser drinnen

Hole deine Katze am 31. Oktober möglichst vor Einbruch der Dunkelheit ins Haus. Falls sie sonst nur zum Fressen hereinkommt, plane eine besonders leckere Mahlzeit ein. Schließe Katzenklappe, Fenster und Balkontür. Ein Abend im Haus ist für einen Freigänger vielleicht empörend, aber deutlich sicherer als ein nächtlicher Ausflug zwischen Masken, Autos und Böllern.

Idealerweise gewöhnst du die Katze schon einige Tage vorher daran, abends früher hereinzukommen. Dann fällt die Planänderung nicht ausgerechnet an dem Tag vom Himmel, an dem draußen ohnehin alles merkwürdig riecht und klingt.

Richte einen ruhigen Rückzugsort ein

Halloween kann auch Wohnungskatzen stressen. Das ständige Klingeln und Stimmen im Treppenhaus reichen dafür aus. Der Hamburger Tierschutzverein rät dazu, Tiere nicht zu verkleiden und ihnen bei Trubel einen ruhigen Rückzugsort anzubieten.

Stell Wasser, Katzenklo und eine vertraute Decke in ein ruhiges Zimmer. Lass die Katze selbst entscheiden, ob sie sich versteckt oder bei dir bleibt. Zieh sie nicht unter dem Bett hervor, nur weil sie sonst gern Besucher begrüßt.

Achte besonders auf die Haustür

Wenn alle paar Minuten Kinder klingeln, ist die Haustür schnell länger offen als gedacht. Bringe deine Katze deshalb in einen anderen Raum, bevor der Süßigkeitenansturm beginnt. Ein Hinweis für Familienmitglieder hilft ebenfalls: Erst prüfen, wo die Katze ist, dann die Tür öffnen.

Kerzen und Dekorationen katzensicher machen

Offene Flammen gehören nicht auf erreichbare Fensterbänke. LED-Kerzen sehen inzwischen überzeugend aus und sind für neugierige Schnurrhaare deutlich ungefährlicher. Achte außerdem auf Schnüre, Kunstspinnweben und kleine Dekoteile, die verschluckt werden können.

Schokolade und zuckerfreie Süßigkeiten bleiben ebenfalls außer Reichweite. Kakao enthält Theobromin, das bei Katzen Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Auch Xylit zählt zu den möglichen Giftquellen. Die Tierärztliche Hochschule Hannover nennt beide Stoffe ausdrücklich bei Vergiftungen von Hunden und Katzen.

Chip und Kontaktdaten prüfen

Falls deine Katze trotz aller Vorsicht entwischt, erhöht ein registrierter Mikrochip die Chance, dass sie schnell zurückkommt. Kontrolliere, ob deine Telefonnummer beim Haustierregister noch stimmt. Der Chip allein hilft wenig, wenn er keiner aktuellen Adresse zugeordnet ist.

Keine Panik, aber ein vernünftiger Plan

Du musst an Halloween nicht mit einer Taschenlampe am Fenster Wache stehen. Hole deine schwarze Katze früh herein, sichere die Tür und gib ihr einen ruhigen Platz. Danach kannst du dich wieder Kürbissen und Süßigkeiten widmen. Und wenn du gerade ohnehin Katzenmodus hast, erfährst du bei uns auch, wie du das Katzenklo richtig sauber machst.

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