
Manchmal muss ein Adventskalender gar nicht jeden Morgen mit einer neuen Überraschung um die Ecke kommen. Türchen suchen, aufmachen, Schokolade essen – genau so funktionierte Advent schließlich schon ziemlich gut, bevor Kalender plötzlich zu kleinen Warenlagern wurden.
Der GEPA Adventskalender mit Bio-Vollmilchschokolade hat bei uns deshalb sofort einen gewissen Nostalgiebonus bekommen. Er ist flach, bunt, hat 24 klassische Türchen und erinnert ziemlich genau an die Schoko-Adventskalender unserer Kindheit. Nur die Schokolade darin spielt qualitativ in einer anderen Liga.
Wir haben zwei Exemplare zum Testen erhalten. Eines davon werden wir tatsächlich für den Advent aufheben. Das andere hatte weniger Glück. Aus redaktionellen Gründen wurde dessen Schokoladenvorrat bereits deutlich dezimiert. Reine Qualitätssicherung, versteht sich.
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GEPA Adventskalender 2026: Das steckt drin
Der Kalender enthält insgesamt 75 Gramm Bio-Vollmilchschokolade. Hinter jedem der 24 Türchen wartet eine kleine Schokofigur, wobei die Formen wechseln. Am 24. Dezember gibt es ein größeres Türchen und damit auch einen etwas größeren Abschluss.
Die Vollmilchschokolade enthält mindestens 37 Prozent Kakao. Laut GEPA stammen die fair gehandelten Zutaten zu 100 Prozent aus zertifiziertem Fairem Handel. Der verwendete Kakao kommt unter anderem aus São Tomé und der Dominikanischen Republik, der Rohrohrzucker aus Paraguay. Die Milch stammt aus dem Berchtesgadener Land.
Auf Emulgatoren verzichtet GEPA. Als Fett wird ausschließlich Kakaobutter verwendet.
Der Kalender kostet 4,99 Euro. Rechnerisch sind das knapp 21 Cent pro Türchen bei richtig leckerer Qualität!
Preis des Kalenders: 4,99 Euro
24 Türchen
Preis pro Türchen: ca. 0,21 Euro
Rechnerischer Durchschnitt; das Türchen am 24. Dezember ist größer.
Mehr als Schokolade: Hinter den Türchen geht die Geschichte weiter
Eine Kleinigkeit macht den GEPA Kalender für uns deutlich charmanter als einen beliebigen Schokoladenkalender aus dem Supermarkt.
Hinter jedem geöffneten Türchen erscheint ein weiterer Abschnitt der Weihnachtsgeschichte. So entsteht vom 1. bis zum 24. Dezember Stück für Stück die komplette Geschichte.
Das passt erstaunlich gut zum nostalgischen Konzept. Türchen öffnen, Schokolade herausnehmen und noch ein paar Zeilen lesen, mehr passiert nicht. Muss es aber auch gar nicht.
Gerade mit Kindern kann daraus ein schönes kleines Adventsritual werden. Und wenn du selbst mit den klassischen Schokoladenkalendern groß geworden bist, dürftest du ziemlich schnell wissen, warum uns dieses einfache Konzept gefällt.

Achtung, Spoiler: So sieht es hinter den Türchen aus
Spoilerwarnung: Wenn du deinen GEPA Adventskalender im Dezember selbst entdecken möchtest, solltest du diesen Abschnitt lieber überspringen.
🎁 Achtung, Spoiler! Inhalt anzeigen
Die Türchen lassen sich klassisch nach vorne öffnen. Dahinter sitzt die jeweilige Schokofigur in ihrer Form. Zusätzlich kommt ein kleiner Teil der Weihnachtsgeschichte zum Vorschein.
Die Figuren unterscheiden sich von Tag zu Tag. Damit steckt zwar immer Vollmilchschokolade im Kalender, trotzdem wartet nicht jeden Morgen exakt dasselbe Stück darin. Das größere Türchen am 24. Dezember sorgt außerdem für einen kleinen Abschluss.
Geschmack: Der Test erforderte mehrere Proben
Die wichtigste Frage bei einem Schokoladenkalender lässt sich relativ schnell beantworten: Schmeckt die Schokolade?
Ja. Und zwar richtig gut.
Die Vollmilchschokolade schmeckt cremig, angenehm schokoladig und deutlich hochwertiger als die sehr süße Standardschokolade, die wir aus manchen günstigen Adventskalendern kennen.
Für eine belastbare redaktionelle Einschätzung mussten selbstverständlich mehrere Figuren probiert werden. Dann noch eine zur Kontrolle. Und irgendwann war ein erstaunlich großer Teil des Kalenders verschwunden. Zum Glück haben wir zwei.

Design und Aufbau: 9/10
Optisch trifft der Kalender genau das, was wir uns unter einem klassischen Adventskalender vorstellen.
Die Illustration mit den bunten Häusern, dem Stern und der Krippenszene ist farbenfroh, ohne modern auf Hochglanz getrimmt zu wirken. Die Zahlen verteilen sich über das Motiv und müssen teilweise tatsächlich ein bisschen gesucht werden.
Auch das gehört für uns dazu.
Der Kalender ist angenehm flach und braucht weder riesige Kartons noch 24 einzelne Schachteln. Einen Punkt lassen wir trotzdem liegen, weil das Design natürlich Geschmackssache ist und bewusst traditionell bleibt.
Unsere Wertung: 9/10
Leicht zu öffnen: 9/10
Die Türchen funktionieren so, wie Adventskalendertürchen seit Jahrzehnten funktionieren sollen.
Zahl finden, mit dem Finger die vorgestanzte Kante erwischen und öffnen. Bei unseren Testtürchen hat das problemlos funktioniert. Gleichzeitig sitzen sie fest genug, dass nicht schon beim Anfassen die halbe Vorderseite aufgeht.
Auch die Schokolade lässt sich gut aus der Form nehmen.
Unsere Wertung: 9/10
Abwechslung: 8/10
Natürlich steckt hinter allen 24 Türchen Vollmilchschokolade. Das ist für uns allerdings kein echter Kritikpunkt. Wer einen klassischen Schokoladen-Adventskalender kauft, erwartet schließlich genau das.
Für Abwechslung sorgen die unterschiedlichen Schokoformen und vor allem die fortlaufende Weihnachtsgeschichte hinter den Türchen. Auch das größere Türchen am 24. Dezember hebt den letzten Tag etwas hervor.
Wenn du täglich verschiedene Geschmacksrichtungen erwartest, wirst du hier nicht fündig. Innerhalb des klassischen Schokokalender-Konzepts passiert aber genug, damit das Öffnen nicht völlig beliebig wird.
Unsere Wertung: 8/10
Preis-Leistung: 10/10
4,99 Euro sind angesichts vieler aktueller Adventskalender fast schon erfrischend unspektakulär.
Dafür gibt es 24 Türchen, Bio-Vollmilchschokolade aus fair gehandelten Zutaten, unterschiedliche Figuren und die fortlaufende Weihnachtsgeschichte.
Natürlich sind 75 Gramm Schokolade keine riesige Menge. Ein Adventskalender soll aber auch keine Tagesration ersetzen. Für uns stimmt das Verhältnis aus Preis, Qualität und Konzept hier ausgesprochen gut.
Vor allem versucht der Kalender nicht, aus einem simplen Adventsritual künstlich ein 30-, 50- oder 100-Euro-Produkt zu machen.
Unsere Wertung: 10/10
Verpackung und Nachhaltigkeit: 8/10
Der Kalender besteht im Wesentlichen aus dem klassischen flachen Aufbau und kommt ohne 24 einzelne Kartons oder aufwendige Geschenkverpackungen aus.
Unser Kritikpunkt ist die äußere Folie. Aus Nachhaltigkeitssicht wäre es natürlich schöner, wenn sie nicht nötig wäre.
Ganz überflüssig erscheint sie uns in der Praxis allerdings auch nicht. Gerade bei einem Kalender, dessen Türchen direkt auf der Vorderseite liegen, schützt die Folie im Handel vor Schmutz, Feuchtigkeit und versehentlich eingedrückten oder bereits geöffneten Türchen.
Wir hätten die zusätzliche Kunststoffverpackung trotzdem gern vermieden gesehen und ziehen deshalb zwei Punkte ab.
Unsere Wertung: 8/10
Das gefällt uns am GEPA Adventskalender
Pluspunkte
- sehr gute Bio-Vollmilchschokolade
- fair gehandelte Zutaten
- schönes nostalgisches Adventskalendergefühl
- jeden Tag eine andere Schokoform
- fortlaufende Weihnachtsgeschichte hinter den Türchen
- größeres Türchen am 24. Dezember
- mit 4,99 Euro sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Minuspunkte
- ausschließlich eine Schokoladensorte
- zusätzliche Folienverpackung
- mit 75 Gramm insgesamt eher kleine Schokoladenportionen
Unser Fazit: Genau deshalb mögen wir klassische Schokokalender
Der GEPA Adventskalender erfindet den Adventskalender nicht neu. Und genau das ist für uns seine größte Stärke.
Er erinnert an die Kalender von früher. Jeden Morgen wird eine Zahl gesucht, ein kleines Türchen geöffnet und eine Schokofigur herausgeholt. Die fortlaufende Weihnachtsgeschichte gibt dem Ganzen zusätzlich einen schönen Rahmen.
Gleichzeitig merkt man der Schokolade an, dass hier nicht irgendeine möglichst billige Kalenderfüllung verwendet wurde. Sie schmeckt so gut, dass unser erstes Testexemplar den redaktionellen Qualitätskontrollen bereits in erheblichem Umfang zum Opfer gefallen ist.
Wer 24 verschiedene Süßigkeiten, Kosmetikprodukte oder große Überraschungen erwartet, sollte einen anderen Kalender wählen. Wer dagegen einfach einen richtig guten klassischen Schokoladen-Adventskalender möchte, bekommt hier für 4,99 Euro sehr viel richtig gemacht.
Und weil wir uns ein zweites Exemplar aufgehoben haben, können wir im Dezember sogar ausprobieren, wie sich das Konzept ursprünglich gedacht hat: ein Türchen pro Tag.
Wir sind gespannt, ob wir diese ungewöhnliche Methode durchhalten.
Gesamtwertung: 8,8/10
UNSER TESTURTEIL
- Design und Aufbau
- 9/10
- Leicht zu öffnen
- 9/10
- Abwechslung
- 8/10
- Preis-Leistung
- 10/10
- Verpackung und Nachhaltigkeit
- 8/10
Unsere Gesamtbewertung
Alle fünf Kategorien sind gleich gewichtet. Eigene redaktionelle Bewertung, keine Kundenbewertung.
Alle bisherigen Adventskalender 2026 im Test findest du in unserer Übersicht. Weitere Anregungen liefern unsere Adventskalender-Ideen für 2026.
Transparenz: Der Adventskalender wurde uns für den redaktionellen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung erfolgt unabhängig davon.