Bei einem Gewürz-Adventskalender gibt es ein grundsätzliches Problem: Du kannst Türchen 24 nicht einfach aufessen und anschließend behaupten, du hättest nichts gesehen. Beim Adventskalender vom Alten Gewürzamt haben wir deshalb ausnahmsweise etwas geschafft, das bei unseren Tests eher selten vorkommt. Wir verraten nicht alles.
Der Adventskalender 2026 vom Alten Gewürzamt kostet 49,99 Euro und enthält 24 unterschiedliche Gewürze und Gewürzmischungen in kleinen Flowpacks. Eine davon ist besonders spannend, denn hinter Türchen 24 steckt eine exklusive Neuheit, die zum Start des Kalenders noch gar nicht regulär erhältlich ist. Welche das ist, bleibt auch bei uns geheim.

Was steckt im Adventskalender vom Alten Gewürzamt?
Hinter jedem der 24 Türchen wartet ein Gewürz beziehungsweise eine Gewürzmischung. Dopplungen gibt es nicht. Die Auswahl reicht von relativ vertrauten Küchenbegleitern bis zu Mischungen, die wir vermutlich nicht einfach beim nächsten Einkauf aus dem Gewürzregal mitgenommen hätten.
Zu den Sorten, die wir verraten können, gehören beispielsweise Avocado-Kick, BBQ Fish, Mélange Noir, Butterbrot Gewürz, Pfefferzauber, Omas Soßengewürz, Curry Anapurna und das Toskanische Pastagewürz. Auch für die Weihnachtsküche sind passende Mischungen dabei.
Eine vollständige Spoilerliste gibt es diesmal bewusst nicht. Das Alte Gewürzamt macht selbst ein kleines Geheimnis aus Türchen 24 und wir finden, dass es ziemlich schade wäre, genau diese Überraschung kaputtzumachen.
Die einzelnen Portionen reichen nach unserer Einschätzung je nach Verwendung ungefähr für ein bis zwei Gerichte. Dadurch eignet sich der Kalender gut, um viele Mischungen auszuprobieren, bevor du einen Favoriten später als größere Packung beziehungsweise Dose nachkaufst.
Unsere Sternebewertungen im Überblick ⭐
UNSER TESTURTEIL
- Design und Aufbau
- 8/10
- Leicht zu öffnen
- 9/10
- Abwechslung beim Inhalt
- 9/10
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- 8/10
- Verpackung und Nachhaltigkeit
- 10/10
Unsere Gesamtbewertung
Alle fünf Kategorien sind gleich gewichtet. Eigene redaktionelle Bewertung, keine Kundenbewertung.
Unsere Pros und Contras
Das gefällt uns
- 24 unterschiedliche Gewürze ohne Dopplungen
- abwechslungsreiche Mischung
- intensive Aromen
- hochwertige und weihnachtliche Gestaltung
- exklusive Neuheit hinter Türchen 24
- Portionen eignen sich gut zum Ausprobieren
- handwerklich hergestellte Gewürze aus Klingenberg am Main
- keine zusätzlichen Kunststoffeinlagen im Kalender
Das gefällt uns weniger
- Türchen befinden sich auf Vorder- und Rückseite
- mit 49,99 Euro kein günstiger Adventskalender
- keine Schokolade enthalten, was redaktionell eindeutig als strukturelles Problem gewertet werden muss
Design und Aufbau: Dunkelgrün statt Weihnachtsrot
Bei der Optik waren wir uns ziemlich schnell einig. Dunkelgrün und Gold passen hervorragend zusammen und wirken weihnachtlich, ohne dass der Kalender nach klassischem Weihnachtskitsch aussieht. Gewürze, Nüsse, Sterne und andere feine Illustrationen greifen gleichzeitig den Inhalt auf.
Mit ungefähr 33 Zentimetern Breite, 17 Zentimetern Höhe und 9 Zentimetern Tiefe ist der Kalender außerdem kompakt genug, um problemlos einen Platz in der Küche zu finden. Er steht stabil und muss nicht angelehnt werden.
Einen Punkt finden wir im Alltag allerdings etwas unpraktisch. Die 24 Türchen verteilen sich auf Vorder- und Rückseite. Du musst den Kalender also immer wieder hochheben und drehen, wenn die gesuchte Zahl gerade auf der anderen Seite steckt. Das ist kein Drama, aber eine einseitige Lösung wäre für uns bequemer gewesen.
Für Design und Aufbau vergeben wir 8 von 10 Punkten.

Leicht zu öffnen: Perforiert, aber trotzdem mit Gefühl
Die einzelnen Türchen sind perforiert und lassen sich grundsätzlich problemlos öffnen. Auch die kleinen Flowpacks bekommst du ohne größere Fummelei heraus.
Trotzdem lohnt sich ein bisschen Fingerspitzengefühl. Wer wie wir sämtliche Türchen für einen Test öffnet, merkt schnell, dass die Pappe an den Öffnungen etwas mitgenommen aussehen kann. Bei einem normalen Adventskalender, bei dem täglich nur ein Türchen geöffnet wird, dürfte das deutlich weniger ins Gewicht fallen.
Die Zahlen könnten für unseren Geschmack außerdem etwas schneller auffindbar sein, zumal sie auf beide Kalenderseiten verteilt sind. Insgesamt funktioniert die Handhabung aber gut, weshalb wir 9 von 10 Punkten vergeben.
Abwechslung: 24 Türchen und keine Dopplung
Bei einem Gewürzkalender steht und fällt ziemlich viel mit der Auswahl. 24 Varianten von Salz mit leicht unterschiedlichen Kräutern wären schließlich nur begrenzt aufregend.
Das Alte Gewürzamt macht es interessanter. Alle 24 Türchen enthalten unterschiedliche Gewürze beziehungsweise Mischungen. Neben relativ vertrauten Kandidaten finden sich Sorten wie Mélange Noir, Avocado-Kick, Curry Anapurna oder BBQ Fish. Für die kalte Jahreszeit sind ebenfalls passende Gewürze dabei, unter anderem für Lebkuchen und festlichere Gerichte.
Geräuchertes Paprikapulver gehört für uns persönlich eher zu den weniger aufregenden Kandidaten. Dafür enthält der Kalender genug Mischungen, bei denen wir direkt Lust bekommen haben, sie in der Küche auszuprobieren.
Unser bisheriger Favorit ist der Avocado-Kick. Die bereits geöffneten Gewürze riechen außerdem intensiv und frisch. Alle 24 Mischungen haben wir selbstverständlich nicht innerhalb eines Testnachmittags verkocht. Sie werden nach und nach bei uns in der Küche zum Einsatz kommen.
Für die Abwechslung gibt es 9 von 10 Punkten.
Türchen 24 bleibt bei uns geheim
Normalerweise sind wir bei unseren Adventskalender-Tests ziemlich schmerzfrei mit Spoilern. Wer wissen möchte, was drinsteckt, bekommt bei uns die entsprechende Spoilerbox.
Diesmal machen wir eine Ausnahme. Das Alte Gewürzamt verrät selbst lediglich, dass sich hinter Türchen 24 eine exklusive Neuheit befindet, die zum Start des Adventskalenders noch nicht auf dem Markt erhältlich ist.
Das finden wir als Finale richtig schön gelöst. Ein Gewürzkalender kann schließlich schlecht plötzlich einen Goldbarren ausspucken, nur damit das letzte Türchen spektakulärer wird. Eine neue, bislang unbekannte Mischung passt dagegen perfekt zum Konzept.
Deshalb bleibt Nummer 24 redaktionell geheim. Wir wissen natürlich längst, was drin ist.
Kleine Portionen zum Durchprobieren
Die Gewürze stecken in kleinen aromadichten Flowpacks. Viele davon enthalten ungefähr 10 Gramm, wobei die genaue Menge je nach Sorte variieren kann.
Für unseren Geschmack passt das gut zum Konzept. Die Portionen sind groß genug, um ein Gewürz tatsächlich beim Kochen kennenzulernen und je nach Dosierung ungefähr ein bis zwei Gerichte damit zuzubereiten. Gleichzeitig bleibt nicht monatelang eine große Dose im Schrank stehen, wenn eine Mischung den persönlichen Geschmack doch nicht trifft.
Wiederverschließbar sind die kleinen Tütchen nicht. Bei dieser Portionsgröße stört uns das allerdings kaum. Was nach dem ersten Kochen übrig bleibt, lässt sich notfalls mit einem Clip verschließen oder direkt beim nächsten Gericht aufbrauchen.
Was steckt hinter dem Alten Gewürzamt?
Wir machen aus einem Adventskalender-Test keinen Firmenstammbaum. Ein Punkt ist für die Einordnung des Preises aber interessant: Das Alte Gewürzamt ist eine Familienmanufaktur in Klingenberg am Main und stellt seine Gewürze dort selbst her.
Nach Angaben des Unternehmens werden die Gewürze in kleinen Chargen geröstet, gemahlen und gemischt. Auf künstliche Aromen, Zusatzstoffe und Rieselhilfen wird verzichtet. Die Rohstoffe werden aus verschiedenen Anbaugebieten ausgewählt und anschließend in der eigenen Manufaktur verarbeitet.
Das erklärt zumindest teilweise, weshalb wir hier preislich nicht in der Kategorie Supermarkt-Gewürzpäckchen unterwegs sind.
Preis-Leistungs-Verhältnis: 49,99 Euro sind eine Ansage
Knapp 50 Euro für einen Adventskalender mit Gewürzen muss man erst einmal ausgeben wollen. Rein über die Grammzahl lässt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis dabei nur bedingt sinnvoll beurteilen.
Der eigentliche Mehrwert liegt für uns in der Auswahl. Du bekommst 24 unterschiedliche Sorten in Probiergröße und kannst dich damit ziemlich breit durch das Sortiment des Alten Gewürzamts kochen, ohne 24 große Gewürzdosen kaufen zu müssen.
Gerade für Menschen, die gern kochen und neue Mischungen ausprobieren, funktioniert das gut. Wer dagegen ohnehin fast ausschließlich mit Salz, Pfeffer und Paprika würzt, wird aus den 49,99 Euro vermutlich weniger Nutzen ziehen.
Wir finden den Preis angesichts der handwerklichen Herstellung und der Vielfalt akzeptabel, aber nicht günstig. Deshalb vergeben wir 8 von 10 Punkten.
Verpackung und Nachhaltigkeit: Kein unnötiger Innenausbau
Der eigentliche Kalender besteht aus Karton und kommt ohne zusätzliche Kunststoffeinlagen aus. Hinter jedem Türchen liegt direkt das jeweilige Flowpack.
Natürlich entstehen dadurch 24 einzelne Gewürzverpackungen. Gewürze müssen allerdings vernünftig vor Feuchtigkeit und Aromaverlust geschützt werden, weshalb eine entsprechende Verpackung bei solchen Probierportionen kaum vollständig vermeidbar ist.
Uns gefällt vor allem, dass der Kalender nicht künstlich mit Kunststoffformen oder unnötigen Abstandshaltern aufgeblasen wurde. Ist der Advent vorbei, kann der äußere Karton ins Altpapier.
Für Verpackung und Nachhaltigkeit vergeben wir 10 von 10 Punkten.
Weihnachtsgefühl: Gewürze können Advent
Optisch funktioniert Weihnachten sofort. Dunkelgrün, Gold und Sterne reichen vollkommen aus, damit der Kalender festlich wirkt.
Beim Inhalt ist der Weihnachtsbezug etwas zurückhaltender. Natürlich sind passende Mischungen für die Weihnachtsbäckerei und festliche Gerichte enthalten, der Großteil des Sortiments lässt sich aber das ganze Jahr über verwenden.
Das finden wir eher positiv. Schließlich wäre es schade, wenn Ende Dezember noch Gewürze übrig wären, die anschließend elf Monate auf ihren nächsten sinnvollen Einsatz warten müssten.
Die exklusive Neuheit hinter Türchen 24 gibt dem Kalender zusätzlich ein echtes Finale.
Was sagt Kater Knauf? 🐾
Knauf: „24 Tüten. Auf einer steht BBQ Fish. Endlich denkt jemand an mich. Dann erklären mir meine Menschen, dass das Gewürz FÜR Fisch ist und nicht AUS Fisch. Diese Redaktion arbeitet mit emotionaler Täuschung.“
Wir haben von einer offiziellen Beschwerde bei der Katzengewerkschaft bislang nichts gehört.
Noch mehr Geschichten und Produkttests unseres vierbeinigen Experten findest du in unserer Rubrik Knauf-Kauf.
Unser Fazit: Lohnt sich der Adventskalender vom Alten Gewürzamt?
Der Adventskalender vom Alten Gewürzamt richtet sich ziemlich eindeutig an Menschen, die gern kochen. Wer hinter jedem Türchen etwas zum direkten Naschen erwartet, wird spätestens am zweiten Dezember feststellen, dass Curry Anapurna kein besonders guter Ersatz für Schokolade ist.
Für Hobbyköche funktioniert das Konzept dagegen richtig gut. 24 unterschiedliche Gewürze ohne Dopplungen bieten genug Abwechslung, die kleinen Portionen eignen sich zum Kennenlernen und die bisher von uns geöffneten Mischungen riechen intensiv und frisch. Unser persönlicher Favorit ist bislang der Avocado-Kick.
Optisch gehört der Kalender für uns ebenfalls zu den schöneren Modellen. Lediglich die Verteilung der Türchen auf Vorder- und Rückseite ist etwas umständlich. Beim Preis von 49,99 Euro muss außerdem klar sein, dass du hier nicht einfach 24 günstige Gewürzproben kaufst, sondern Produkte aus einer handwerklich arbeitenden Gewürzmanufaktur.
Besonders gefällt uns die Idee für den 24. Dezember. Eine exklusive Mischung, die beim Start des Kalenders noch nicht regulär erhältlich ist, macht das letzte Türchen tatsächlich besonders. Und deshalb verraten wir sie auch nicht.
Mit 8,8 von 10 Punkten bekommt der Adventskalender 2026 vom Alten Gewürzamt von uns eine sehr gute Bewertung.
Die größte Schwäche bleibt trotzdem unverzeihlich: Es ist keine Schokolade drin.
Unser Testergebnis: 8,8 von 10 Punkten.
Transparenzhinweis: Der Adventskalender 2026 wurde uns vom Alten Gewürzamt kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Es handelt sich nicht um eine bezahlte Kooperation. Unsere Bewertung ist unabhängig und basiert auf unseren eigenen Erfahrungen.
