Sellmer Adventskalender im Test: Weihnachten wie früher

Mehrere nostalgische Sellmer Adventskalender im Test
Unsere fünf Testexemplare: hinten steht der historische Nachdruck „Die kleine Stadt“.

Schokolade, Kosmetik, Spielzeug oder gleich 24 kleine Geschenke: Adventskalender sind inzwischen manchmal halbe Warenlager. Dass es auch ganz anders geht, zeigen die nostalgischen Adventskalender des Richard Sellmer Verlags. Hinter ihren 24 Türchen findest du keine Produkte, sondern kleine Bilder und Geschichten.

Uns wurden gleich mehrere der klassischen Papier-Adventskalender kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt. Und obwohl wir inzwischen wirklich einige sehr unterschiedliche Adventskalender ausgepackt haben, sind die Sellmer-Kalender etwas Besonderes.

Sie erinnern an Weihnachten, wie es früher einmal war: verschneite Dörfer, Kinder im Schnee, Tiere, beleuchtete Fenster und jede Menge kleine Details, die du erst beim genaueren Hinsehen entdeckst.

Die aktuellen nostalgischen Papier-Adventskalender findest du direkt bei Sellmer.

Sellmer Adventskalender im Test: Unsere Bewertung im Überblick

UNSER TESTURTEIL

Design und Aufmachung
10/10
Leicht zu öffnen
9/10
Abwechslung beim Inhalt
10/10
Preis-Leistungs-Verhältnis
10/10
Verpackung und Nachhaltigkeit
10/10
9,8 / 10
Sehr gut
Unsere Gesamtbewertung

Alle fünf Kategorien sind gleich gewichtet. Eigene redaktionelle Bewertung, keine Kundenbewertung.

Ein Adventskalender mit ziemlich viel Geschichte

Der Richard Sellmer Verlag wurde 1945 in Stuttgart gegründet. Bis heute werden die Adventskalender am Firmensitz in Stuttgart hergestellt.

Eine besondere Rolle spielt dabei „Die kleine Stadt“. Das Motiv stammt aus dem Jahr 1946 und gilt als erster Adventskalender des Sellmer Verlags. Heute kannst du ihn wieder als Nachdruck kaufen.

Dass wir diesen historischen Kalender ebenfalls in unserem Testpaket hatten, hat uns besonders gefreut. Denn damit liegt nicht einfach irgendein nostalgisch gestalteter Adventskalender vor uns. Du bekommst tatsächlich ein Motiv aus den Anfangsjahren des Verlags.

Design und Aufmachung: 10 von 10 Punkten

Bei den Motiven fällt uns die Entscheidung leicht: zehn Punkte.

Sellmer Adventskalender mit winterlichem Bauernhof und Tieren
Beim winterlichen Bauernhof gibt es zwischen Tieren, Kindern und Glimmer viel zu entdecken.

Die Kalender sehen aus wie kleine Weihnachtsbilder aus einer anderen Zeit. Auf unseren Exemplaren tummeln sich Kinder im Schnee, Tiere auf einem winterlichen Bauernhof oder Musiker bei einem festlichen Weihnachtskonzert. Dazu kommen verschneite Häuser, Tannenbäume und viele winzige Szenen.

Gerade diese Details machen den Reiz aus. Du kannst die Kalender nicht nur im Dezember öffnen, sondern zwischendurch immer wieder anschauen und dabei etwas Neues entdecken.

Viele Motive sind zusätzlich mit Glimmer verziert. Optisch gefällt uns das ausgesprochen gut. Ganz ohne Nebenwirkung bleibt der Weihnachtszauber allerdings nicht: Hier und da landet anschließend auch einmal etwas Glitzer außerhalb des Kalenders.

Wenn dich ein paar funkelnde Partikel auf Tisch, Boden oder Pullover wahnsinnig machen, solltest du das wissen. Wir verbuchen es trotzdem eher unter Weihnachtsstimmung als unter echtem Minuspunkt.

Die Kalender bestehen aus Papier beziehungsweise Karton und sind naturgemäß nicht so massiv wie ein großes Adventskalender-Haus. Trotzdem wirken unsere Testexemplare ordentlich verarbeitet und stabil.

Besonders praktisch: Sie brauchen kaum Stellfläche. Du kannst sie einfach aufhängen und hast damit gleichzeitig eine weihnachtliche Dekoration.

Unsere Bewertung: 10/10.

Nostalgischer Sellmer Adventskalender mit verschneitem Dorf
Verschneite Fachwerkhäuser und Schlittschuhläufer sorgen für Weihnachtsstimmung.

Leicht zu öffnen: 9 von 10 Punkten

Das Prinzip könnte kaum klassischer sein: Zahl suchen, Türchen finden und öffnen.

Ganz so geschmeidig funktioniert das bei unseren Exemplaren allerdings nicht immer. Einige Türchen sitzen recht fest und brauchen etwas Fingerspitzengefühl, bevor sie sich öffnen lassen.

Das ist kein großes Problem und der Kalender bleibt dabei heil. Trotzdem vergeben wir deshalb nicht die volle Punktzahl.

Einen Inhalt musst du anschließend übrigens nicht aus dem Fach angeln. Hinter dem Türchen wartet direkt das jeweilige Bild.

Unsere Bewertung: 9/10.

Was steckt hinter den 24 Türchen?

Spoiler: Was steckt hinter den Türchen?

Hinter jedem der 24 Türchen wartet ein anderes kleines Bild. Die Motive sind auf die jeweilige Szene des Kalenders abgestimmt und ergänzen das große Weihnachtsbild Stück für Stück.

Schokolade, Spielzeug oder andere Produkte findest du hier nicht. Die Überraschung besteht tatsächlich nur darin, jeden Tag ein weiteres kleines Motiv zu entdecken.

Genau deshalb verzichten wir an dieser Stelle auch auf eine Aufzählung von Türchen 1 bis 24. Schließlich wollen wir dir die Bilder nicht vorwegnehmen.

Abwechslung beim Inhalt: 10 von 10 Punkten

Kann ein Kalender ohne physische Überraschungen bei der Abwechslung wirklich zehn Punkte bekommen?

Für uns ja.

Denn genau darin liegt das Konzept. Du öffnest jeden Tag ein neues Fenster und entdeckst ein anderes Bild. Die Szenen wiederholen sich nicht einfach, sondern gehören zum jeweiligen großen Motiv.

Noch abwechslungsreicher wird die Auswahl durch die vielen unterschiedlichen Kalenderdesigns. Winterlandschaften, Tiere, historische Szenen, Dörfer oder festliche Gesellschaften: Du kannst dir genau die Weihnachtswelt aussuchen, die dir gefällt.

Wenn du allerdings jeden Morgen Schokolade, Kosmetik oder ein kleines Geschenk erwartest, wirst du mit diesem Konzept wahrscheinlich nicht glücklich.

Diese Kalender richten sich an dich, wenn dir die tägliche kleine Überraschung und die nostalgische Weihnachtsstimmung wichtiger sind als 24 zusätzliche Dinge im Haushalt.

Unsere Bewertung: 10/10.

Sellmer Adventskalender mit historischem Weihnachtskonzert
Das Weihnachtskonzert ist eines der detailreichen Motive aus unserem Testpaket.

„Die kleine Stadt“ von 1946 ist unser besonderes Highlight

Unter unseren Testexemplaren befindet sich auch ein Nachdruck von „Die kleine Stadt“. Das historische Motiv stammt aus dem Jahr 1946 und gilt als erster Adventskalender des Richard Sellmer Verlags.

Der Kalender unterscheidet sich schon durch sein Panoramaformat von vielen anderen Modellen. Du kannst ihn aufhängen oder aufstellen.

Besonders schön wird er vor einer Lichtquelle. Dann leuchten die Rückbilder durch und die kleine Häuserzeile wirkt plötzlich noch lebendiger.

Genau hier funktioniert Nostalgie für uns besonders gut. Sellmer versucht nicht, einen modernen Kalender künstlich auf alt zu trimmen. Du bekommst einen Nachdruck eines tatsächlich historischen Motivs.

Den historischen Nachdruck von „Die kleine Stadt“ findest du direkt beim Verlag.

Preis-Leistungs-Verhältnis: 10 von 10 Punkten

Unsere Testexemplare wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Bewertung haben wir uns deshalb an den regulären Verkaufspreisen orientiert.

Viele klassische Sellmer-Papierkalender kosten aktuell nur wenige Euro. A4-Modelle beginnen beispielsweise bei 4,95 Euro, viele größere Motive kosten 5,95 Euro. Der historische Kalender „Die kleine Stadt“ liegt aktuell bei 9,95 Euro.

Preisstand: 18. Oktober 2026, jeweils zuzüglich Versand.

Natürlich bekommst du dafür keine 24 Produkte.

Das ist allerdings auch nicht der Anspruch dieser Kalender. Du bezahlst für die Illustrationen, die Verarbeitung, das nostalgische Konzept und eine Weihnachtsdekoration, die dich durch den gesamten Advent begleitet.

Gemessen daran finden wir die Preise ausgesprochen fair.

Und anders als bei einem Kalender mit 24 Verbrauchsprodukten ist am 25. Dezember nicht automatisch alles verschwunden. Wenn du beim Öffnen vorsichtig bist, kannst du einen solchen Kalender sogar aufheben.

Unsere Bewertung: 10/10.

Verpackung und Nachhaltigkeit: 10 von 10 Punkten

Hier spielt das einfache Konzept seine Stärke aus.

Die Kalender bestehen überwiegend aus Papier beziehungsweise Karton. Es gibt keine 24 Plastikschalen, Fläschchen, Tütchen oder zusätzlichen Produktverpackungen zu entsorgen.

Auch nach Weihnachten bleibt dir im Wesentlichen ein Papierkalender.

Unsere Testexemplare kamen zum Schutz teilweise in transparenter Umverpackung. Das sollte bei der Nachhaltigkeitsbewertung nicht verschwiegen werden. Im Vergleich zu vielen aufwendig gefüllten Adventskalendern fällt die Materialmenge trotzdem sehr überschaubar aus.

Besonders schön finden wir außerdem, dass du einen gut erhaltenen Kalender aufheben kannst. Gerade bei den historischen Motiven können wir uns gut vorstellen, sie in einem späteren Advent noch einmal als Dekoration aufzuhängen.

Unsere Bewertung: 10/10.

Und was passiert am 24. Dezember?

Auch am Heiligabend bleibt Sellmer seinem Prinzip treu.

Hinter dem letzten Türchen wartet kein plötzlich eingeschobenes Geschenk und kein künstlich vergrößertes Finale. Du entdeckst noch einmal ein Bild, das die jeweilige Weihnachtsszene vervollständigt.

Bei einem anderen Kalender wäre uns das vielleicht zu wenig.

Hier passt es.

Der Reiz besteht schließlich gerade darin, dass der Kalender nicht versucht, sich jeden Tag selbst zu übertreffen. Nach 24 Türchen ist das Weihnachtsbild komplett – und genau das ist der Abschluss.

Wie bei unseren anderen Adventskalender-Tests fließt Türchen 24 nicht als sechste Kategorie in die Gesamtbewertung ein.

Unsere Pros und Contras

Das gefällt uns besonders

  • wunderschöne nostalgische Illustrationen
  • sehr viele unterschiedliche Motive erhältlich
  • klassisches Adventskalendergefühl ohne 24 Konsumprodukte
  • liebevolle kleine Bilder hinter den Türchen
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • geringer Platzbedarf
  • historische Motive als Nachdruck erhältlich
  • „Die kleine Stadt“ von 1946 als besonderes Highlight
  • teilweise wunderschöner Effekt vor einer Lichtquelle

Das gefällt uns weniger

  • einige Türchen sind etwas fummelig zu öffnen
  • Glimmer kann sich gelegentlich außerhalb des Kalenders wiederfinden
  • nichts für dich, wenn du jeden Tag ein physisches Geschenk erwartest

Du möchtest lieber etwas zum Naschen?

Wenn dir Bilder allein als tägliche Überraschung nicht reichen, musst du auf die Sellmer-Optik trotzdem nicht verzichten.

Der Verlag bietet auch Adventskalender mit Schokolade an. Bei diesen Varianten ergänzt Schokolade die weihnachtlichen Motive.

Was sagt Kater Knauf? 🐾

Knauf betrachtet die Sache etwas kritischer:

„Moment. Hinter 24 Türchen ist wirklich kein einziges Mal Katzenfutter? Was soll das sein – Advent oder eine Fehlplanung?“

Glubschi kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Sie hat einen anderen Vorteil entdeckt:

„Ich weiß gar nicht, was er hat. Der Glitzer sieht auf schwarzem Fell ausgesprochen dekorativ aus.“

Unser Fazit: Weihnachten ohne Warenlager

Die Sellmer-Adventskalender haben uns überrascht.

Nicht, weil hinter ihren Türchen besonders viel steckt, sondern gerade weil dort so wenig steckt: ein Bild, eine kleine Szene und jeden Morgen ein winziger Moment Weihnachtsstimmung.

Zwischen Adventskalendern mit Kosmetik, Lebensmitteln, Spielzeug und immer höheren Warenwerten wirkt dieses Konzept fast schon ungewöhnlich.

Wenn du Weihnachten nostalgisch magst und nicht jeden Adventsmorgen ein neues Produkt brauchst, bekommst du hier einen Kalender, der sich auf das ursprüngliche Ritual konzentriert: ein Türchen öffnen und Weihnachten einen Tag näherkommen.

Besonders begeistert hat uns die liebevolle Gestaltung. Bei den Motiven gibt es so viel zu entdecken, dass der Kalender gleichzeitig als Weihnachtsdekoration funktioniert.

Unser persönliches Highlight ist der historische Nachdruck von „Die kleine Stadt“ aus dem Jahr 1946. Vor einer Lichtquelle entfaltet er noch einmal einen ganz eigenen Charme.

Für uns ist das Weihnachten ein gutes Stück abseits vom Konsum – und ziemlich nah an dem Gefühl, das wir mit Weihnachten von früher verbinden.

Unsere Gesamtbewertung: 9,8 von 10 Punkten.

Transparenz: Die gezeigten Adventskalender wurden uns vom Richard Sellmer Verlag kostenlos für diesen redaktionellen Test zur Verfügung gestellt. Das hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung.

Weitere getestete Kalender findest du in unserer Adventskalender-Testübersicht 2026. Wenn du im Advent lieber etwas essen möchtest, schau dir unseren Seeberger-Adventskalender-Test oder unseren mymuesli-Adventskalender-Test an.