Nach Weihnachten ausmisten: Wohin mit Geschenken und Deko?
Nach Weihnachten liegen neue Dinge auf alten Dingen und irgendwo dazwischen steht noch eine Kiste Dekoration, die seit drei Jahren nicht mehr ausgeräumt wurde. Ausmisten hilft, wenn du nicht versuchst, an einem Nachmittag dein gesamtes Leben neu zu sortieren.
Beginne mit einem kleinen klaren Bereich. Eine Schublade, ein Regalbrett oder die Weihnachtskiste reicht. Entscheide für jeden Gegenstand: behalten, verkaufen, verschenken, spenden oder korrekt entsorgen.
Geschenke müssen nicht aus Pflichtgefühl bleiben
Ein Geschenk ist keine lebenslange Aufbewahrungsvereinbarung. Wenn du etwas nicht brauchst, darf es weiterziehen. Unbenutzte Dinge lassen sich häufig gut verkaufen oder verschenken. Bei einem möglichen Umtausch solltest du Verpackung und Beleg zunächst aufbewahren.
Persönliche Geschenke sind schwieriger. Fotografiere Erinnerungsstücke, bevor du sie abgibst, wenn dir die Geschichte wichtiger ist als der Gegenstand. Du entsorgst damit nicht die Person und auch nicht die gemeinsame Erinnerung.
Die Fünf Wege Methode
- Behalten: Der Gegenstand wird benutzt oder bedeutet dir wirklich etwas.
- Verkaufen: Er ist gut erhalten und der mögliche Erlös rechtfertigt den Aufwand.
- Verschenken: Jemand in deinem Umfeld kann ihn konkret gebrauchen.
- Spenden: Eine seriöse Stelle nimmt genau diese Art von Gegenstand an.
- Entsorgen: Der Gegenstand ist kaputt, unbrauchbar oder gehört aus Sicherheitsgründen in eine Sammelstelle.
Setze für Verkaufssachen eine Frist. Was nach vier Wochen nicht eingestellt oder verkauft wurde, wechselt in die Verschenk oder Spendenkiste. Sonst entsteht nur ein zweites Lager mit Preisschildern im Kopf.
Wohin mit Kleidung, Elektrogeräten und Verpackungen?
Noch tragbare Kleidung gehört in eine seriöse Sammlung oder direkt zu einer Organisation, die sie annimmt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, auf eine deutsche Adresse, eine erreichbare Telefonnummer und anerkannte Qualitätssiegel zu achten.
Elektrogeräte dürfen nicht in den Hausmüll. Das Umweltbundesamt verweist auf Wertstoffhöfe und Rückgabestellen im Handel. Funktionierende Geräte solltest du zuerst verkaufen, verschenken oder reparieren lassen. Batterien und Akkus werden getrennt abgegeben, sofern sie sich entnehmen lassen.
Pappe, Papier und saubere Kartons gehören ins Altpapier. Beschichtete Materialien, Kunststoffeinlagen und Schleifen müssen je nach Material getrennt werden. Schau bei Zweifeln in die Abfallberatung deiner Kommune, denn nicht jede Stadt sammelt gleich.
Weihnachtsdeko aussortieren, bevor sie im Keller verschwindet
Prüfe Lichterketten, Anhänger und Figuren beim Einpacken. Kaputte Elektrodekoration ist Elektroschrott. Zerbrochene Kugeln gehören je nach Material nicht automatisch in den Altglascontainer. Dort werden normalerweise nur Glasverpackungen gesammelt.
Packe ähnliche Dinge zusammen und beschrifte die Kiste konkret. „Weihnachten“ hilft nächstes Jahr weniger als „Baumschmuck und Lichterketten“. Eine freie Ecke in der Wohnung ist schön. Noch schöner ist, wenn das Ausmisten nicht mit sechs neuen Aufbewahrungsboxen endet.
