Kollage mit mehreren Weihnachtsplätzchen

Weihnachtsplätzchen wie bei Oma: 10 klassische Rezepte

Kennst du noch diese große Keksdose, in der angeblich bis Weihnachten Plätzchen bleiben sollten? Vanillekipferl, Spritzgebäck und Butterplätzchen gehörten einfach dazu. Und spätestens am zweiten Advent fehlte die erste Sorte. Genau diese Klassiker holen wir zurück auf den Backtisch.

Hier findest du zehn Weihnachtsplätzchen wie bei Oma, mit allen Zutaten und Backzeiten. Such dir deine Lieblingsrezepte aus oder back gleich mehrere Sorten für einen bunten Weihnachtsteller.

Bevor es losgeht: Alle Eier haben Größe M. Die Backzeiten gelten pro Blech im vorgeheizten Ofen und können je nach Plätzchengröße abweichen. Bleche mit Backpapier vorbereiten. Bei Mürbeteig hilft portionsweises Arbeiten, damit der Rest kühl bleibt. Welche Helfer dafür praktisch sind, zeigen unsere Backutensilien für Weihnachten.

1. Vanillekipferl ohne Ei – mürbe Hörnchen mit Mandeln

Vanillekipferl auf einer Platte
KI-generiertes Symbolbild

Ein Kipferl darf krümeln, sonst wäre es schließlich nur ein Keks mit einer komplizierten Form. Diese Variante kommt ohne Ei aus und bekommt ihre Vanillenote durch Bourbon-Vanillezucker.

Zutaten

  • 280 g Mehl
  • 210 g weiche Butter
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 70 g Puderzucker und 2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker. Zum Bestreuen: 50 g Puderzucker und 1 weiteres Päckchen Bourbon-Vanillezucker.

Zubereitung

Zubereitung: Die Teigzutaten kurz zu einer gleichmäßigen Masse verkneten. Falls der Teig nicht zusammenhält, bis zu 1 EL Wasser einarbeiten. Flach drücken, abdecken und etwa eine Stunde kühlen. Dünne Rollen formen, in 4–5 cm lange Stücke teilen und zu kleinen Hörnchen biegen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 10–11 Minuten backen. Noch auf dem Papier mit der Puderzucker-Vanille-Mischung bestäuben und auskühlen lassen.

Damit sie nicht zerbrechen: Die heißen Kipferl nicht einzeln durch eine Zuckerschüssel schieben. Auf dem Backpapier lassen sie sich deutlich vorsichtiger bestäuben.

2. Butterplätzchen zum Ausstechen – Sterne, Herzen und krumme Tannen

Ausstechplätzchen auf einem Teller
KI-generiertes Symbolbild

Butterplätzchen sind der Klassiker für alle, die beim Backen auch ein bisschen basteln wollen. Ob die Tanne nach dem Ausstechen eher wie ein Kaktus aussieht, interessiert spätestens beim Essen niemanden mehr. Diese Rezeptvariante braucht kein Ei.

Zutaten

  • 250 g Butter
  • 175 g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 300 g Mehl und etwa 1 EL Milch. Nach Wunsch Streusel zum Verzieren.

Zubereitung

Zubereitung: Butter schmelzen und ungefähr 45 Minuten kalt stellen, bis sie wieder etwas fest geworden ist. Geschmeidig rühren, Zucker und Vanillezucker einarbeiten. Zunächst etwa zwei Drittel des Mehls unterrühren, Milch ergänzen und das übrige Mehl unterkneten. Mindestens 30 Minuten kühlen. Portionsweise dünn ausrollen, Formen ausstechen und auf das Blech legen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 8–10 Minuten backen. Streusel können vor dem Backen auf die Plätzchen, Zuckerguss kommt erst nach dem Auskühlen darauf.

Wichtig beim Ausrollen: Nur wenig zusätzliches Mehl verwenden. Die Arbeitsfläche muss nicht aussehen, als hätte es in der Küche geschneit.

3. Spitzbuben mit Marmelade – die mit dem roten Fenster

Spitzbuben mit Marmelade
KI-generiertes Symbolbild

Bei Spitzbuben sieht man schon von außen, was drinsteckt. Das Gelee verbindet zwei mürbe Plätzchenhälften, durch das ausgestochene Fenster leuchtet die Füllung. Für diese Variante verwenden wir Johannisbeergelee.

Zutaten

  • 300 g Mehl
  • 160 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g weiche Butter
  • 100 g gemahlene Mandeln und 2 EL Milch. Dazu 150 g Johannisbeergelee und etwa 25 g Puderzucker.

Zubereitung

Zubereitung: Die Teigzutaten verkneten und dünn ausrollen. Kleine Taler ausstechen bei der Hälfte zusätzlich die Mitte ausstechen. Klebt der Teig, zunächst etwa 30 Minuten kühlen. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft ungefähr 9 Minuten backen. Auskühlen lassen. Die gelochten Deckel mit Puderzucker bestäuben. Gelee glatt rühren, auf die unteren Hälften streichen und die Deckel vorsichtig daraufsetzen.

Praktischer Trick: Erst die Deckel bestäuben, dann zusammensetzen. So bleibt die rote Mitte sichtbar.

4. Spritzgebäck mit Eigelb – wie früher aus dem Fleischwolf

Spritzgebäck mit Schokolade
KI-generiertes Symbolbild

Diese gezackten Stangen sehen sofort nach Weihnachtsbäckerei aus. Für den festen Teig brauchst du eine Küchenmaschine mit Spritzgebäckaufsatz oder einen geeigneten Fleischwolf. Er ist nicht als weicher Spritzbeutelteig gedacht.

Zutaten

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 2 TL Vanillepaste
  • 3 Eigelb
  • fein abgeriebene Schale einer kleinen unbehandelten Zitrone
  • 500 g Mehl
  • 2 gestrichene TL Backpulver und etwa 1 EL Milch.

Zubereitung

Zubereitung: Butter cremig rühren. Zucker, Vanille, Eigelb und Zitronenschale nach und nach einarbeiten. Mehl mit Backpulver mischen und zusammen mit der Milch unterrühren. Den Teig portionsweise durch den Spritzgebäckaufsatz geben. Streifen abschneiden, auf das Blech setzen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 9–11 Minuten hell backen. Auf dem Papier auskühlen lassen.

Für Schokoladenfans: Die kalten Stangen nach Wunsch mit den Enden in geschmolzene Kuvertüre tauchen und fest werden lassen.

5. Zimtsterne ohne Mehl – mit weißer Haube

Zimtsterne mit Guss
KI-generiertes Symbolbild

Bei Zimtsternen wäre eine knusprige Unterseite kein Qualitätsbeweis. Sie sollen innen noch etwas weich bleiben. Deshalb bekommen sie weniger Hitze als viele andere Weihnachtsplätzchen.

Zutaten

  • 300 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 150 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 gestrichener TL Zimt und 2 Eiweiß. Für die Haube: 1 Eiweiß und 100 g Puderzucker. Puderzucker zum Ausrollen.

Zubereitung

Zubereitung: Teigzutaten verkneten und etwa eine Stunde kühlen. Für die Haube das zusätzliche Eiweiß steif schlagen und den gesiebten Puderzucker nach und nach einrühren. Den Teig auf Puderzucker ungefähr 5 mm dick ausrollen und Sterne ausstechen. Mit der weißen Masse bestreichen. Im unteren Ofenbereich bei 140 °C Ober-/Unterhitze oder 120 °C Umluft etwa 20–25 Minuten backen. Die Unterseite darf beim Herausnehmen noch etwas weich sein. Auf dem Papier auskühlen lassen.

Wenn alles klebt: Den Ausstecher zwischendurch reinigen. Immer mehr Puderzucker in den Teig zu kneten verändert das Verhältnis der Zutaten.

6. Kokosmakronen ohne Oblaten – Eiweiß sinnvoll aufbrauchen

Kokosmakronen auf dem Teller
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Nach Engelsaugen und Spritzgebäck steht schnell eine Schüssel Eiweiß herum. Kokosmakronen machen daraus eine eigene Plätzchensorte. Bei dieser Variante brauchst du weder Mehl noch Oblaten.

Zutaten

  • 200 g Kokosraspel
  • 4 Eiweiß
  • 200 g feiner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Messerspitze Zimt.

Zubereitung

Zubereitung: Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett kurz goldgelb rösten und vollständig abkühlen lassen. Eiweiß steif schlagen, Zucker, Vanillezucker und Zimt nach und nach einarbeiten. Kokosraspel vorsichtig unterheben. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf das Backpapier setzen. Bei 140 °C Ober-/Unterhitze oder 120 °C Umluft etwa 20 Minuten backen und auf dem Papier abkühlen lassen.

Für die Planung: Sammle Eigelb und Eiweiß beim Backen getrennt. Frische Eiweißreste bis zur zeitnahen Verwendung abgedeckt im Kühlschrank lagern.

7. Engelsaugen mit Gelee – kleine Mulde, große Freude

Engelsaugen mit Marmelade
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Engelsaugen heißen auch Husarenkrapfen und brauchen keinen Ausstecher. Ein Kochlöffelstiel reicht für die Vertiefung. Mit rotem und gelbem Gelee sieht der Teller gleich abwechslungsreicher aus.

Zutaten

  • 200 g Mehl
  • 75 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eigelb
  • 150 g weiche Butter und 100 g gemahlene Mandeln. Für die Füllung insgesamt ungefähr 10 EL Gelee oder glatter Fruchtaufstrich
  • etwa halb Johannisbeere und halb Aprikose.

Zubereitung

Zubereitung: Teigzutaten kurz verkneten, flach drücken und eine Stunde kühlen. In ungefähr 60 Portionen teilen und Kugeln formen. Mit Abstand auf das Blech setzen. Kleine Vertiefungen eindrücken und etwas Gelee hineingeben. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 10–12 Minuten backen. Nach dem Backen bei Bedarf etwas Gelee ergänzen und auskühlen lassen.

Damit die Füllung drinbleibt: Eine Mulde drücken, kein Loch bis zum Blech bohren.

8. Heidesand mit gebräunter Butter – schlicht und herrlich mürbe

Heidesand auf dem Teller
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Heidesand braucht keine Glasur. Hier kommt der besondere Geschmack von leicht gebräunter Butter. Das Gebäck wird aus einer Rolle geschnitten, Ausstechen kannst du dir sparen.

Zutaten

  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Milch
  • 350 g Mehl und 1 Messerspitze Backpulver.

Zubereitung

Zubereitung: Butter vorsichtig schmelzen und leicht bräunen. In eine hitzefeste Schüssel füllen und etwa 45 Minuten kühlen, bis sie wieder fester wird. Geschmeidig rühren, Zucker, Vanillezucker, Salz und Milch einarbeiten. Mehl und Backpulver unterarbeiten. Etwa 3 cm dicke Rollen formen und mindestens eine Stunde kühlen, bis sie fest sind. In ungefähr 5 mm dicke Scheiben schneiden. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 15 Minuten backen und auskühlen lassen.

Beim Bräunen aufpassen: Die Butter soll nussig duften und leicht Farbe bekommen. Schwarze Rückstände im Topf gehören nicht zum Rezept.

9. Schwarz-Weiß-Gebäck – Schokolade als Schnecke

Schwarz-weiß-Gebäck als Schnecke
KI-generiertes Symbolbild

Für den Retro-Teller nehmen wir die Spiralform. Die sieht hübsch aus, ohne dass du kleine Schachbrettstreifen millimetergenau stapeln musst.

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei und 125 g weiche Butter. Für die dunkle Hälfte: 15 g Backkakao
  • 15 g Zucker und 1 EL Milch. Etwas zusätzliches Eiweiß zum Verbinden.

Zubereitung

Zubereitung: Die Grundzutaten verkneten und den Teig halbieren. Kakao, zusätzlichen Zucker und Milch in eine Hälfte einarbeiten. Beide Hälften zu ähnlich großen Rechtecken ausrollen. Eine Platte dünn mit Eiweiß bestreichen, die andere auflegen und aufrollen. Gut kühlen, bis sich die Rolle sauber schneiden lässt. Knapp 5 mm dicke Scheiben abschneiden. Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft etwa 12 Minuten backen.

Für ein sauberes Muster: Eine weiche Rolle erst kühlen, statt sie mit dem Messer platt zu drücken.

10. Bethmännchen mit Marzipan – die kleinen mit den drei Mandeln

Bethmännchen mit Mandeln
KI-generiertes Symbolbild

Zum Schluss kommt ein Klassiker mit Marzipan auf den Teller. Bethmännchen werden von Hand gerollt und mit drei Mandelhälften verziert. Wer Marzipan mag, dürfte hier ziemlich schnell zugreifen.

Zutaten

  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 50 g Puderzucker
  • 2 EL Mehl
  • 1 Ei
  • 1 EL Rosenwasser in Lebensmittelqualität und etwa 50 ganze Mandeln. Zum Bestreichen 1 EL Wasser.

Zubereitung

Zubereitung: Mandeln kurz in Wasser aufkochen, kalt abschrecken, die Haut entfernen und längs halbieren. Das Ei trennen. Marzipan zerkleinern und mit Eiweiß, Puderzucker, Mehl und Rosenwasser verkneten. Kleine Kugeln formen. Eigelb mit Wasser verrühren und die Kugeln dünn bestreichen. Jeweils drei Mandelhälften seitlich andrücken. Bei 150 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–20 Minuten backen und auskühlen lassen.

Beim Einkauf beachten: Rosenwasser für Lebensmittel verwenden. Ein kosmetisches Duftwasser ist keine Backzutat.

Welche Weihnachtsplätzchen eignen sich für Anfänger?

Wenn du unkompliziert anfangen möchtest, wähle Engelsaugen oder Kokosmakronen. Du musst weder einen empfindlichen Teig dünn ausrollen noch zwei Hälften passend zusammenbauen. Butterplätzchen sind eine gute Wahl, wenn du gern ausstichst. Bei Zimtsternen und Spitzbuben lohnt sich etwas mehr Geduld.

Du musst auch nicht alle zehn Sorten an einem Wochenende backen. Für einen abwechslungsreichen Teller reichen zunächst Butterplätzchen, eine gefüllte Sorte und Makronen. Wer die alten Klassiker lieber Stück für Stück wiederentdeckt, hat im Advent länger etwas davon.

Warum werden Plätzchen hart oder laufen auseinander?

Zu viel zusätzliches Mehl kann Mürbeteig trocken machen. Rolle deshalb immer nur eine kleine Portion aus und bestäube die Arbeitsfläche sparsam. Wird der Teig weich und klebrig, hilft Kühlen meist mehr als eine weitere Handvoll Mehl.

Auch die Backzeit macht einen Unterschied. Kleine, dünne Plätzchen sind früher fertig als dicke Stücke. Schau gegen Ende regelmäßig nach und orientiere dich an der gewünschten Farbe. Makronen und Zimtsterne werden beim Abkühlen fester, sie müssen nicht bereits im heißen Zustand hart sein.

Wie bewahrst du selbst gebackene Weihnachtsplätzchen auf?

Lass alle Plätzchen vollständig auskühlen, bevor du sie in gut schließende Dosen legst. Trenne knusprige Sorten von weichem oder gefülltem Gebäck. Backpapier zwischen den Schichten schützt empfindliche Verzierungen. Kühl und trocken lagern, nicht direkt neben der Heizung.

Wie lange ein Gebäck hält, hängt von Zutaten und Lagerung ab. Für die verlinkten Butterplätzchen und Heidesand nennt Dr. Oetker etwa drei Wochen, für die Spitzbuben etwa zwei Wochen. Eine einzige Haltbarkeitsangabe für alle zehn Sorten wäre deshalb unpassend. Bei Schimmel oder auffälligem Geruch gehört das Gebäck weg.

Für noch mehr Vorfreude findest du in unseren Adventskalender-Tests 2026 die bereits ausgepackten Kalender. Die Plätzchendose müssen wir allerdings selbst bewachen. Gerade bei den Vanillekipferln fällt das erfahrungsgemäß schwer.

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