Was ist ein Hasenfuß? Bedeutung und Herkunft der Redewendung
„Sei doch kein Hasenfuß!“ Diesen Spruch hört, wer sich vor etwas drückt oder als besonders ängstlich gilt. Ein Hasenfuß ist umgangssprachlich ein Mensch, dem man wenig Mut zutraut. Das Wort kann neckisch gemeint sein, aber auch verletzen.
Was bedeutet Hasenfuß genau?
Wenn du dich vor einem hohen Sprung, einer Prüfung oder einem unangenehmen Gespräch fürchtest, könnte jemand dich einen Hasenfuß nennen. Gemeint ist meist „Angsthase“ oder „Feigling“. Das Wiktionary nennt „ängstlicher Mensch“ als übertragene Bedeutung.
Der Ausdruck sagt zunächst mehr über die Bewertung einer anderen Person aus als über dich. Vorsicht kann vernünftig sein. Vor einer echten Gefahr zurückzuweichen, ist nicht automatisch Feigheit.
Woher kommt das Wort?
„Hasenfuß“ setzt sich aus Hase und Fuß zusammen. Das Bild spielt auf den Hasen an, der bei Gefahr schnell davonläuft. Daraus wurde eine spöttische Bezeichnung für ängstliche Menschen. Ob jeder einzelne Hase tatsächlich besonders furchtsam ist, spielt für die Redewendung keine Rolle. Tiere fliehen schließlich, um sich zu schützen.
Wie verwendet man Hasenfuß im Satz?
„Ich wollte vom Sprungbrett springen, war dann aber ein Hasenfuß.“ Oder: „Nenn sie keinen Hasenfuß, nur weil sie erst nachdenkt.“ Als freundlicher Scherz unter Vertrauten kann das Wort funktionieren. Gegenüber Menschen, deren Angst du nicht kennst, ist eine neutralere Formulierung oft besser.
Übrigens kann Hasenfuß ganz wörtlich auch der Fuß eines Hasen sein. Im Alltag ist mit dem Wort jedoch meist die übertragene Bedeutung gemeint. Wenn du jemanden ermutigen willst, frag lieber, was ihm gerade Sorgen macht, statt ihn als Hasenfuß abzustempeln.