Laufender Ventilator vor einer hellen Wand

Hilfe bei Hitze: Die Top 10 Tipps für warmes Wetter

Hilfe bei Hitze – 10 Tipps, die du bei diesem Wetter beachten musst

Hohe Temperaturen können den Körper stark belasten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere, chronisch Kranke, Menschen ohne kühlen Rückzugsort und Personen, die draußen arbeiten. Achte auf dich und auf Menschen in deinem Umfeld.

1. Ist die Mittagshitze gefährlich? Ja, du solltest sie meiden

Die stärkste UV-Strahlung liegt in Deutschland häufig um die Mittagszeit. Orientiere dich am UV-Index und suche bei hoher Belastung Schatten oder Innenräume auf. Hitzebelastung und UV-Strahlung sind unterschiedliche Risiken, auch wenn sie oft gleichzeitig auftreten.

Wer draußen arbeitet, braucht Schatten, Pausen, geeignete Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutz. Auch der Arbeitgeber muss hitzebedingte Gefährdungen beurteilen und Schutzmaßnahmen treffen.

2. Kein Verzicht auf Sonnencreme – selbst im Schatten ist Eincremen wichtig

Auch im Schatten und bei Wolken kann UV-Strahlung die Haut erreichen. Eine feste Angabe von 40 Prozent gilt nicht immer. Nutze Kleidung, Schatten, Sonnenbrille und ausreichend breitbandige Sonnencreme; erneuere sie besonders nach Schwimmen, Schwitzen und Abtrocknen.

Auch Lippen benötigen UV-Schutz. Verwende ein dafür ausgewiesenes Produkt mit Lichtschutzfaktor und trage es regelmäßig nach.

3. Trinke keine eiskalten Getränke – dadurch schwitzt du noch mehr

Kühle Getränke erhöhen nicht automatisch die Schweißproduktion oder belasten bei gesunden Menschen den Kreislauf. Trinke Wasser in einer Temperatur, die du gut verträgst. Sehr kalte Getränke können bei manchen Menschen Magenkrämpfe auslösen.

Der Körper beginnt nach einem kalten Getränk nicht gefährlich gegenzuheizen. Wichtiger als die exakte Temperatur ist, regelmäßig und ausreichend zu trinken.

4. Wie viel Wasser braucht man im Sommer? Hab immer eine Flasche bei dir

Der Flüssigkeitsbedarf steigt bei Hitze und körperlicher Aktivität. Zwei Liter sind keine passende Pauschalzahl für alle. Körpergröße, Erkrankungen, Medikamente, Bewegung und Ernährung verändern den Bedarf.

Durst ist ein wichtiges Signal, bei älteren Menschen kann er jedoch abgeschwächt sein. Wer wegen Herz- oder Nierenerkrankungen eine Trinkmengenbegrenzung hat oder entwässernde Medikamente nimmt, sollte die passende Menge ärztlich klären.

5. Lass am Tag die Fenster zu – morgens und abends lüften ist sinnvoller

Halte Fenster geschlossen, solange es draußen deutlich wärmer ist als drinnen. Lüfte nachts und frühmorgens, sofern Außenluft und Sicherheit es erlauben. Bei schlechter Raumluft kann kurzes Lüften trotzdem nötig sein.

Verlässt du morgens das Haus, um zur Arbeit zu gehen, schließe die Rollläden. So wird die Hitze zumindest ein Stückweit abgewehrt und du kannst dich auf die Rückkehr in die angenehm kühle Wohnung freuen.

6. Nutze Thermogardinen oder Rollos – sie halten die Hitze ein Stückweit ab

Außenliegender Sonnenschutz wirkt meist besser als innenliegende Vorhänge. Schließe Rollläden, Markisen oder Jalousien möglichst bevor Sonne auf das Fenster trifft. Thermovorhänge können ergänzen, verhindern Überhitzung aber nicht zuverlässig.

7. Ist ein Ventilator gefährlich? Nicht bei sinnvoller Nutzung

Ein Ventilator verursacht keine Erkältung, denn Erkältungen werden durch Viren ausgelöst. Luftzug kann Augen, Haut oder Muskeln unangenehm reizen. Bei extremer Hitze kühlt ein Ventilator allein den Körper möglicherweise nicht ausreichend und kann oberhalb sehr hoher Raumtemperaturen ungünstig sein.

Eine Schale mit Eis vor dem Ventilator kann die Luft lokal kurz kühlen, erhöht aber die Feuchtigkeit und ersetzt keinen kühlen Raum. Achte auf Schmelzwasser und elektrische Sicherheit.

8. Lange im heißen Auto – tu das dir selbst und anderen nicht an

Lasse niemals Kinder oder Tiere allein in einem geparkten Auto, auch nicht kurz, im Schatten oder bei geöffnetem Fenster. Das Fahrzeug kann sich sehr schnell lebensgefährlich aufheizen.

Bei einem Kind oder Tier in akuter Gefahr rufe sofort 112 und folge den Anweisungen. Suche den Halter nur parallel, wenn dadurch keine Rettung verzögert wird.

9. Sport im Hochsommer – möglich, aber zur richtigen Zeit

Verlege Sport möglichst in kühlere Stunden, reduziere Intensität und plane Pausen. Trinke angepasst an Belastung und Schweißverlust; übermäßiges Trinken kann ebenfalls gefährlich sein.

Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, ungewöhnliche Schwäche oder Muskelkrämpfe sind Warnzeichen. Beende die Belastung, gehe an einen kühlen Ort und kühle dich. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit oder sehr hoher Körpertemperatur besteht Verdacht auf Hitzschlag: sofort 112.

10. Was essen bei Hitze? Am besten leicht und gut verdaulich

Leichte, wasserreiche Lebensmittel können bei Hitze angenehm sein. Eine spezielle „Hitze-Diät“ ist nicht nötig. Achte auf Lebensmittelsicherheit, weil Speisen bei Wärme schneller verderben.

Fazit: Die Hitze ist belastend, daher achte auf dich und dein Umfeld

Bei Verdacht auf Hitzschlag, Bewusstseinsstörung, Krampfanfälle oder Atemnot rufst du 112. Die 116117 ist für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb regulärer Praxiszeiten gedacht.

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