10 Alternativen zur Weihnachtsgans, die richtig festlich schmecken
Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild · Alltag Mensch
Weihnachtsgans mit Rotkohl und Klößen gehört für viele Familien zu Heiligabend oder den Feiertagen wie der Baum im Wohnzimmer. Nur hat die Sache einen Haken: So eine Gans ist groß, braucht gefühlt den halben Tag im Ofen und am Ende mögen vielleicht zwei Leute überhaupt Gans.
Zum Glück darf ein Weihnachtsessen auch anders aussehen. Ob Fleisch, Fisch oder komplett vegan – festlich wird es nicht durch den Vogel auf dem Tisch. Wir haben zehn Alternativen zur Weihnachtsgans gesammelt, die Weihnachten mindestens genauso gut schmecken.
1. Entenbrust oder Entenkeule – der kleinere Weihnachtsklassiker
Du möchtest beim klassischen Weihnachtsessen bleiben, aber keine komplette Gans zubereiten? Dann ist Ente die naheliegende Alternative.
Entenbrust eignet sich besonders gut für eine kleinere Runde. Bei mehreren Gästen sind Entenkeulen praktisch, weil du die Portionen nicht erst am Tisch zerlegen musst.
Dazu passen Rotkohl und Kartoffelklöße genauso gut wie zur Gans. Auch eine kräftige Orangensoße oder eine dunkle Bratensoße macht sich hervorragend dazu.
Passt dazu: Rotkohl, Klöße, Rosenkohl
Zum Nachkochen: Lust auf die Kombination mit Orange? Probier dieses Rezept für Entenbrust mit Orangensauce.
2. Putenrollbraten – unkompliziert für viele Gäste
Ein Putenrollbraten macht deutlich weniger Arbeit als eine Weihnachtsgans und lässt sich trotzdem schön festlich servieren. Gefüllt werden kann er beispielsweise mit Kräutern oder einer Mischung aus Spinat und Frischkäse.
Ein weiterer Vorteil ist die unkomplizierte Portionierung. Aufschneiden, Soße dazu und fertig. Niemand muss am Tisch herausfinden, wie man einem großen Vogel möglichst würdevoll ein Bein amputiert.
Passt dazu: Kartoffelgratin, Möhren, grüne Bohnen
Rezept-Tipp: Dieser gut bewertete Putenrollbraten nach Hausfrauenart wird mit Wurzelgemüse und einer sämigen Soße zubereitet.
3. Schweinefilet im Blätterteig – Weihnachten im knusprigen Mantel
Schweinefilet im Blätterteig sieht nach deutlich mehr Arbeit aus, als tatsächlich dahintersteckt. Das Filet wird kurz angebraten und anschließend mit einer würzigen Füllung in Blätterteig gepackt.
Praktisch für Weihnachten ist, dass du vieles bereits vorbereiten kannst. Kurz bevor gegessen wird, wandert das Paket in den Ofen.
Dazu braucht es keine komplizierten Beilagen. Ein winterlicher Salat oder Ofengemüse reichen vollkommen aus.
Passt dazu: Ofengemüse, Feldsalat, Kartoffelgratin
Zum Nachkochen: Bei dieser Variante bekommt das Schweinefilet im Blätterteig zusätzlich einen Baconmantel.
4. Rinderrouladen – perfekt für Weihnachten ohne Küchenstress
Rinderrouladen sind vielleicht nicht außergewöhnlich, aber genau das kann an Weihnachten ziemlich angenehm sein. Sie lassen sich bereits am Vortag zubereiten und schmecken aufgewärmt oft sogar noch besser.
Während andere am Feiertag nervös den Braten begießen, musst du lediglich langsam erwärmen und dich um die Beilagen kümmern.
Mit Rotkohl und Klößen bleibt das Essen außerdem wunderbar klassisch.
Passt dazu: Rotkohl, Klöße, Kartoffelpüree
Rezept-Tipp: Diese klassischen Rinderrouladen kommen bei Chefkoch auf 4,9 von 5 Sternen aus 1.913 Bewertungen.
5. Wildgulasch – winterlich und wunderbar vorzubereiten
Wildgulasch ist eine gute Wahl, wenn du ein kräftiges Weihnachtsessen möchtest, aber keinen großen Braten zubereiten willst.
Auch hier liegt der große Vorteil in der Vorbereitung. Gulasch kann bereits einen Tag vorher gekocht werden. Bis Weihnachten durchgezogen, schmeckt es meist sogar besser.
Eine dunkle Soße mit Preiselbeeren passt besonders gut dazu.
Passt dazu: Spätzle, Semmelknödel, Rotkohl
Zum Nachkochen: Dieses Wildgulasch mit Rotwein und Wurzelgemüse passt gut zum winterlichen Festessen.
6. Lachs aus dem Ofen – festlich ohne schweren Braten
Nach Plätzchen, Lebkuchen und den ersten beiden Feiertagsessen darf Weihnachten manchmal etwas leichter werden.
Ein größeres Lachsfilet aus dem Ofen sieht auf dem Tisch trotzdem nach Festessen aus. Mit Zitrone und Kräutern braucht es nicht einmal besonders viele Zutaten.
Als Beilage passen kleine Ofenkartoffeln oder ein cremiges Kartoffelgratin.
Passt dazu: Ofenkartoffeln, Blattspinat, Wintergemüse
Rezept-Tipp: Für mehrere Gäste bietet sich diese Lachsseite aus dem Ofen an – hier mit Limette und Dill.
7. Veganes Pilz-Wellington – der Weihnachtsbraten ohne Fleisch
Ein Wellington braucht kein Rinderfilet in seiner Mitte. Eine kräftige Füllung aus Pilzen und Maronen funktioniert ebenfalls hervorragend.
In Blätterteig eingepackt bekommt die vegane Variante genau das, was wir von einem Weihnachtsessen erwarten: außen knusprig, innen herzhaft und beim Anschneiden ziemlich hübsch.
Achte beim Einkauf lediglich darauf, einen veganen Blätterteig zu verwenden.
Passt dazu: dunkle vegane Soße, Rosenkohl, Kartoffelpüree
Zum Nachkochen: Bianca Zapatkas veganes Pilz-Wellington ist eine Variante mit Spinat und optionalen Nüssen statt Maronen.
8. Veganer Linsen-Nuss-Braten – bitte ohne Sägemehlgefühl
Linsen-Nuss-Braten haben einen Ruf, den manche Exemplare leider hart erarbeitet haben. Trocken und bröselig sollte dein Weihnachtsessen allerdings nicht werden.
Mit Gemüse, Linsen und Nüssen entsteht eine saftige Masse, die in einer Kastenform gebacken und anschließend in Scheiben geschnitten wird. Eine kräftige vegane Bratensoße gehört für uns unbedingt dazu.
Das Schöne daran: Auch diesen Braten kannst du gut vorbereiten.
Passt dazu: vegane Bratensoße, Kartoffelpüree, Rotkohl
Rezept-Tipp: Dieser vegane Linsenbraten mit Walnüssen passt zur Idee und bekommt eine fruchtige Preiselbeer-Glasur.
9. Gefüllter Hokkaido – Weihnachten kann auch Kürbis
Ein gefüllter Hokkaido ist die richtige Alternative, wenn du keinen klassischen Ersatzbraten möchtest.
Eine winterliche Füllung lässt sich beispielsweise aus Couscous und Maronen zubereiten. Getrocknete Cranberrys sorgen für etwas Süße. Nach dem Backen kommt der ganze Kürbis auf den Tisch und wird dort portioniert.
Das sieht festlich aus, kostet kein Vermögen und ist komplett vegan.
Passt dazu: Feldsalat oder ein winterlicher Krautsalat
Zum Nachkochen: Dieser gefüllte Hokkaido mit Couscous verwendet Paprika und Trockenpflaumen. Zum Einfetten Pflanzenöl nehmen; den zusätzlichen Crème-fraîche-Tipp weglassen oder eine pflanzliche Alternative wählen.
10. Raclette – wenn an Weihnachten niemand kochen möchte
Vielleicht muss die Alternative zur Weihnachtsgans überhaupt kein Braten sein.
Raclette hat einen entscheidenden Vorteil: Am Tisch kümmert sich jeder selbst um sein Essen. Fleischesser können ihre Pfännchen anders füllen als Vegetarier oder Veganer.
Kartoffeln und Gemüse lassen sich vorher vorbereiten. Danach bleibt nur noch die wichtigste Weihnachtsregel: Wer sein Pfännchen seit zehn Minuten im Gerät vergessen hat, muss mit den Konsequenzen leben.
Passt dazu: alles, was in ein Pfännchen passt
Noch mehr Ideen fürs Pfännchen: Entdecke zehn Raclette-Ideen und Rezepte, wenn Kartoffeln und Käse allein irgendwann langweilig werden.
Welche Alternative zur Weihnachtsgans passt zu dir?
Wenn du Weihnachten möglichst wenig in der Küche stehen möchtest, sind Rinderrouladen oder Wildgulasch besonders praktisch. Beides kannst du am Vortag zubereiten.
Soll das Essen nah am klassischen Weihnachtsbraten bleiben, bieten sich Ente oder Putenrollbraten an. Mit Pilz-Wellington, Linsen-Nuss-Braten und gefülltem Hokkaido stehen auch vegane Hauptgerichte auf dem Tisch, die nicht wie eine Notlösung wirken.
Und wenn niemand Lust auf einen großen Braten hat, gibt es immer noch Raclette. Weihnachten wird schließlich nicht daran gemessen, wie viele Stunden jemand am Backofen verbracht hat.